BLÜTENFORM


Im Allgemeinen sind die Blütenformen innerhalb einer Sorte konstant. Eine wichtige Rolle bei der Blütenproduktion spielen das Alter und die Vitalität der Pflanze. Eine eingeschränkte Blütengröße, eine geringe Anzahl Blütenblätter und die Unterentwicklung einer Blüte betreffen meist junge Pflanzen. Eine Pfingstrose braucht Zeit, um sich an ihren Standort zu gewöhnen und sich voll und ganz entwickeln zu können. Meistens produzieren die jungen gesunden Wurzeln schon in ihrem ersten Frühling vereinzelte Blüten; was uns einen kleinen Vorgeschmack auf das Schöne gibt, das da noch kommen wird.

Die Blütenform ist eine Frage des persönlichen Geschmacks und natürlich ein entscheidender Faktor bei der Auswahl einer Pflanze. Aber es gibt auch andere Kriterien, die immer mehr an Wichtigkeit zunehmen. Pfingstrosen mit einfachen und halbgefüllten Blüten besitzen meist Pollen und sind eine echte Bereicherung für Honigbienen und andere Bestäuber im Garten und gelten daher als ökologisch besonders wertvoll. Und ist es nicht herrlich, Bienen und Hummeln zu beobachten, die unsere Blumen besuchen und mit vollgeladenen Beinchen den Pollen von Blüte zu Blüte tragen? Auch diesem Thema schenken wir in unserem Katalog gerne Aufmerksamkeit.

Stacks Image 6417

Einfach:

Eine oder mehrere Reihen großer Blütenblätter umgeben einen Ring aus Pollen tragenden Staubgefäßen, die wiederum um eine oder mehrere Stempel angeordnet sind. Diese Blütenform ist gewöhnlich eine Quelle von Blütenstaub für Bienen und Hummeln. Foto P. Ruffled Clouds.
Stacks Image 6420

Halbgefüllt:

Eine Zwischenform mit zunehmender Verwandlung der Pollen tragenden Staubgefäßen in Blütenblätter. Die vorhandenen Staubgefäßen bilden noch stets einen wesentlichen Bestandteil der Blüte. Foto: S. Coral Sunset.
Stacks Image 6423

Gefüllt:


Die klassische Blütenform, bestehend aus zwei Reihen mit unzählig viel Blütenblättern. Eine üppige Blüte mit einer Vielzahl Blütenblätter. Zumeist befinden sich im Zentrum der Blüte keine Staubblätter mehr. Foto: P. Norma Volz.
Stacks Image 6427

Japanisch:

Diese Blütenform ist vergleichbar mit der einer einfachen Blüte, mit dem Unterschied, dass alle Staubblätter in Staminodien umgewandelt sind. Diese kronblätterförmigen Teile behalten oftmals die gelbe Farbe bei, sind aber keine Pollenträger. Foto: P. Garden Lace.
Stacks Image 6430

Anemone:

Eine Ableitung der einfachen und der japanischen Blüteform, bis auf die Staubblätter. Diese sind hier in schmale Blütenblätter umgewandelt. Im Gegensatz zu der japanischen Form ist die Farbe oft eng verwandt mit der der Kronblätter. Diese Blütenform ist weniger konstant. Foto P. Laura Dessert.
Stacks Image 6433

Bombe:

Rein technisch betrachtet ist die Anatomie dieser Blüte identisch mit der der Anemonenblüte, bis auf die Blütenblätter in der Mitte. Denn diese haben hier die gleiche Struktur und Farbdichte wie die größeren äußeren Blütenblätter. Die kleine feine Kugel, die sichtbar wird, wenn sich die Blütenknospe öffnet, entwickelt sich bei der Bombenform auf imposante Weise fort. Foto: P. Whopper.
NL | EN | FR | DE | NEWSLETTER | facebook-1716